Nachhaltigkeit: Trend oder Notwendigkeit?

Das Thema Nachhaltigkeit gehört inzwischen zum festen Bestandteil jeder Unternehmensstrategie – zumindest bei großen Unternehmen und international tätigen Konzernen. Laut Studien aus dem Jahr 2019 haben bislang 92 der 160 DAX-Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. 86 Prozent der Berichte wurden nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI) veröffentlicht, die damit weltweit einen Standard gesetzt hat. 

Trotz seiner hohen Akzeptanz und Bedeutungszuweisung wird das Thema Nachhaltigkeit derzeit von aktuellen Entwicklungen und Themen überlagert. Dennoch: Nachhaltiges und transparentes Handeln wird langfristig einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen sein. Denn die Erwartungshaltung von Kunden und Lieferanten, aber auch von Mitarbeitern und Aktionären an Unternehmen wächst. Außerdem kann eine glaubwürdige und transparente Nachhaltigkeitskommunikation ein wichtiges Kriterium bei (öffentlichen) Ausschreibungen sein. 

Auch der deutsche Mittelstand hat das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt. Noch bleiben die konkreten Resultate allerdings häufig hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Laut der erwähnten Studie haben sich mittlerweile rund Dreiviertel der kleinen und mittelständischen Unternehmen mit dem Thema befasst. Die Hälfte dieser Unternehmen hat darüber hinaus eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Aber nur jedes vierte mittelständische Unternehmen hat bisher einen Nachhaltigkeitsbericht oder ein anderes adäquates Kommunikationsmittel veröffentlicht. In vielen anderen Fällen beschränkt sich die Kommunikation auf Basisinformationen auf der Website. Vor diesem Hintergrund bietet eine gelungene Nachhaltigkeitskommunikation gerade für mittelständische und kleine Unternehmen eine große Chance der Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb – wenn zentrale Herausforderungen gelöst werden können. 

Die drei Säulen der Nachhaltigkeitskommunikation

Häufig beschränkt sich die Kommunikation de facto noch auf die Veröffentlichung einer Umweltbilanz. Eine umfassende Nachhaltigkeitsberichterstattung gibt es im Mittelstand nur selten. Sie beruht auf drei Säulen.

  • Ökologie: Energiewirtschaft inkl. Beleuchtung, Bewegungsmelder, Wärme- und Anlagenmanagement, Wasser/Abwasser, Abfall, Emissionen, Forschung und Entwicklung, Logistik … 
  • Ökonomie: Unternehmensentwicklung, Kennzahlen, Werte und Kodizes, Lieferkettenmanagement, Bedeutung von Regionalität … 
  • Soziales: Weiterbildung, Gesundheitsmanagement, Altersvorsorge, soziales Engagement, CSR-Projekte, Unterstützung der Region …

Die Umsetzung von Zielen in allen drei Bereichen ist Maßstab einer starken Nachhaltigkeitsstrategie, welche auch den Erwartungen der Gesellschaft an Unternehmen gerecht wird. Dazu zählen etwa ein schonender Umgang mit endlichen Ressourcen, gemeinwohlorientiertes Handeln, aber auch das Erzielen von stabilen Gewinnen, um in Fortschritt investieren zu können. 

All das auch zu kommunizieren, scheitert oft an den unternehmenseigenen Kapazitäten. 55 Prozent der in der Studie befragten Firmen fehlt die Zeit und 28 Prozent auch das Personal dafür. Teils reichen die Ressourcen nicht einmal für die strategische Vorarbeit: Ob Nachhaltigkeit als Mehrwert oder als Kernwert des Unternehmens verstanden wird – das Fundament eines starken Nachhaltigkeitsmanagements bilden eine ausgearbeitete Mission, die Definitionen von Zielen und ein klares Abstecken des eigenen Engagements.

Standards als Orientierungshilfe

Dazu kommt noch die Frage: Wie müssen die entsprechenden Inhalte aufbereitet werden, um von möglichst vielen Stakeholdern auch wahrgenommen zu werden? Mit Blick auf Usability, Reichweite und Varianz, muss das Ziel eine sinnvolle Verknüpfung zwischen digitalen und analogen Angeboten sein. Sie können sich an unterschiedlichsten Standards orientieren:

• GLOBAL REPORTING INITIATIVE (GRI) 
Organisation zur Festlegung von Richtlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten von Großunternehmen, KMUs und NGOs; zwei verschiedene Varianten mit 133 Kriterien 

• DEUTSCHER NACHHALTIGKEITSKODEX (DNK)
Branchenübergreifender Standard mit 20 Kriterien für die Berichterstattung nachhaltiger Unternehmensleistungen; aktuell ca. 600 Unternehmen eingetragen 

• UNITED NATIONS GLOBAL COMPACT 
Weltweit größte Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung (über 13.000 Unterzeichner weltweit, rund 500 in Deutschland) auf Basis von 10 universellen Prinzipien 

• SUSTAINABILITY DEVELOPMENT GOALS (SDG)
Formulierung von 17 globalen Umweltzielen, die vom berichterstattenden Unternehmen selektiv bearbeitet werden können 

Dabei ist der Begriff „Nachhaltigkeitsbericht“ nicht geschützt. Die Entscheidung, ob ein Bericht zertifiziert oder validiert wird, oder ob ein gewählter Standard nur der Orientierung dient, trifft jedes Unternehmen selbst.

Wir haben bereits für zahlreiche Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte in Print- und digitaler Form realisiert, zum Beispiel für Assmann Büromöbel oder Spies Packaging.

Wie Sie Nachhaltigkeit in Ihre Kommunikation mit aufnehmen können, erfahren Sie von uns.

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